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Laparoskopische Hysterektomie

Aktualisiert: 25. Dez. 2023

Bei der Hysterektomie stehen mehrere unterschiedliche Verfahren zur Auswahl, ⠀⠀

Welche Operationsmethode angewandt wird, hängt u.a. von folgenden Faktoren ab: ⠀

⠀⠀

👉🏼 Größe der Organe⠀⠀

👉🏼 Gesundheitszustands der Patient*innen⠀⠀

👉🏼 Ausstattung der Klinik⠀⠀

👉🏼 Erfahrung und Kompetenz des Chirurgen ⠀⠀

⠀⠀

Ziel dieser OP⠀

⠀⠀

👉🏼 schonend für die Patient*innen ⠀⠀

👉🏼 geringe Narbenbildung⠀⠀

👉🏼 geringes Risiko z.B. Blutverlust, u.v.m

 

Laparoskopische Methode


Die laparoskopische Chirurgie (auch Schlüssellochchirurgie) ist eine Operationstechnik, bei der mithilfe eines optischen Geräts mit einem Durchmesser von 10 mm die im Inneren der Bauchhöhle befindlichen Organe (also hier die Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke) sichtbar gemacht werden. Dieses Gerät wird durch einen kleinen Schnitt eingeführt, meistens in Höhe des Bauchnabels. Die Bilder des Bauchinneren werden auf einen für den Chirurgen sichtbaren Bildschirm übertragen.


Die laparoskopische Chirurgie ermöglicht die Durchführung chirurgischer Eingriffe ohne Öffnen der Bauchwand. Hierfür sind 2 bis 3 Schnitte oberhalb des Schambeins erforderlich, um verschiedene Instrumente (Zangen, Schere, Gerinnungsmittel usw.) einzuführen.


Mithilfe dieser Technik können die meisten Eingriffe der gynäkologischen Chirurgie „bei geschlossener Bauchdecke“ durchgeführt werden, ohne dass eine Laparotomie (Operation „bei geöffneter Bauchdecke“) erforderlich ist. Sie gilt als minimalinvasive Zugangsart.

 

Verfahren


Totale laparoskopische Hysterektomie (LTH)


Dieses Verfahren wird auch einfache laparoskopische Hysterektomie genannt. Hier werden der obere Anteil der Gebärmutter, -körper & der -hals entfernt. Der Uterus wird von der Scheide getrennt.


Laparoskopische assistierte vaginale Hysterektomie (LAVH)


Bei diesem Verfahren wird alles frei präpariert und anschließend über die Scheide entfernt.


Laparoskopische assistierte suprazervikale Hysterektomie (LASH)


Dieses Verfahren wird durchgeführt, wenn nur die Gebärmutter entfernt werden soll.

 

Ablauf der Operation


Der Eingriff erfolgt im Operationssaal unter Vollnarkose. Er wird von

gynäkologischen Chirurg*innen durchgeführt.

Die Patient*innen liegen auf dem Rücken in Steinschnittlage (SSL) und üblicherweise wird ein Blasenkatheter gelegt.

Nachdem die Chirurg*innen im Bereich des Bauchnabels eine Nadel eingeführt haben, wird Inertgas (Kohlendioxid) in den Bauch gepumpt, um den Darm zurückzudrängen und das Bauchinnere sichtbar zu machen. Anschließend wird ein Instrument mit Lichtwellenleitern, das mit einer Kamera verbunden ist, in den Bauch geschoben und die Bilder der Bauchhöhle werden auf den Bildschirm übertragen. Um den gewünschten chirurgischen Eingriff vornehmen zu können, werden im Bauchbereich weitere Instrumente eingeführt.

Nach dem Eingriff wird das Gas abgelassen und die Zugangsöffnung(en) wird (werden) durch Nähte bzw. Steristripes wieder verschlossen.


Die Dauer des Eingriffs ist abhängig von der Operationsart.


 

Vorteile


Ästhetik: Begrenzung der Narben am Bauch (maximal 4 Punktionsstellen)

✅ Geringere postoperative Schmerzen

✅ Geringeres Infektionsrisiko

✅ Kürzerer Klinikaufenthalt

✅ Frühere Wiederaufnahme der Darmtätigkeit

✅ Frühere Wiederaufnahme der Alltagsaktivitäten und der Arbeit



Nachteile


❌ Die Operateur*innen können nicht direkt mit den Händen auffälliges Gewebe ertasten⠀⠀

❌ Auftretende Komplikationen, z.B. Blutungen, sind schwer in den Griff zu bekommen⠀⠀

❌ Verletzungen der Nachbarorgane sind möglich⠀⠀

❌ Nicht jedes Krankenhaus verfügt über entsprechende Ausrüstung und Fachkräfte



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